recht real: Der einzige deutschsprachige Blog über Recht und Unrecht in Virtuellen Welten
März 11, 2008
Über Xing bin auch von Hendrik Wieduwilt kontaktiert worden. Er hat mir seinen Blog recht real vorgestellt. Es ist leider der einzige mir bekannte Blog über Recht in Virtuellen Welten wie Second Life.
Amerikanische Blogs, die sich nur oder immer wieder zu rechtlichen Themen äussern, sind:
Leider ist das amerikanische (angelsächsische) Recht ziemlich anders als das deutsche oder schweizerische Recht. So dass viele Dinge, die in den USA kein Problem sind, bei uns rechtlich komplett anders gehandhabt werden. Spannend wird es in Virtuellen Welten, wo bereits die Klärung, welches Rechssystem, wo gilt, viele Fragen aufwirft.
Also, liebe Rechtsanwälte, liebe Jusstundenten, liebe Rechtsinteressierte, liebe SL-User meldet Euch bei recht real und interessiert Euch für dieses spannende Thema. In 3 Jahren seid Ihr dann gefragte Knowhowträger und könnt die Jobs auswählen. Veilleicht bei uns….
Wir bleiben dran
Pedro Meya Marty
P.S. Am 3. und 4. April findet in New York die erste Virtual Law Conference statt.
Live Konzert von U2 in Second Life
März 7, 2008
Bereits vor einem Jahr haben ein paar U2 Fans ein Konzert von U2 in Second Life “nachgebaut”. Es ist unglaublich, was Fans so leisten können.
Live Konzerte ist eines erfolgreichsten Anwendungen in Second Life. In jedem Moment finden zwischen 10 bis 50 Konzerte gleichzeitig statt. Das einzige, was es braucht, um ein Live Konzert zu erleben ist ein SL Avatar.
Die Liste der meisten Live Konzerte in Second Life ist hier publiziert.
Viel Spass
Pedro Meya Marty
Suisse ist eröffnet – Die virtuelle Schweiz in Second Life zählt bereits 12 Inseln
März 4, 2008
Die Eröffnung der Insel Suisse wurde vom 28.2. bis am 1.3.2008 in Second Life gebührend gefeiert, die virtuelle Schweiz in Second Life zählt seit ihrer Gründung im April 2007 bereits 12 Inseln.

Cyberpiper heizte den rund 60 anwesenden Avataren am Donnerstag den 28.2. heftig ein.

Virtuelle Landkarte der 12 Schweizer Inseln in Second Life, Stand März 2008
Cash-Umfrage ist zu Ende, Second Life noch lange nicht – Eine Klarstellung
Februar 29, 2008
Cash.ch hat kürzlich einen Artikel unter dem Titel «Firmen wandern aus dem Second Life» publiziert, eine zugehörige Online-Umfrage lanciert und den Web-Experten Jürg Stuker in einem Online-Video interviewt. Eine Gegendarstellung. Oder vielleicht Klarstellung?
1. Zum Artikel
Der Artikel strotzt vor Falsch-Aussagen und Halbwahrheiten, nur damit die angeführten – und eben falschen – Argumente zum Titel passen. Hier eine Relativierung.
Der Hype um Second Life ist am Abklingen. Die Beispiele von gestoppten Projekten häufen sich. In der Schweiz etwa kam das Aus für den Second- Life-Auftritt der SBB bereits nach einem Monat. Auch die «Coop Zeitung» gibt es heute nur noch in der realen Welt.
Die SBB hatte nie ein richtige Strategie für einen Auftritt im Second Life, es wurde lediglich ein Prototyp erstellt, der nie beworben wurde. Die Coop Zeitung gab es noch nie im Second Life, lediglich eine (ziemlich erfolgreiche) Promotion mit zwei Avataren. Und zum Glück, ja, der Hype klingt ab. Aber Bashing betreiben muss man deswegen noch lange nicht.
Schweizer Firmen hatten dem virtuellen Zweitleben von Anfang an skeptisch gegenübergestanden. So war Anfang 2007 noch keines der grossen Unternehmen im Second Life vertreten. Versuche gab es auch noch bei Publigroupe, Swisscom und Implenia. Die Erwartungen scheinen sich jedoch nicht zu erfüllen. Und so folgt in den meisten Fällen auf den zögerlichen Start auch ein schneller Rückzug.
Stimmt nicht. Hier findet sich eine Übersicht über alle Schweizer Firmen, die in Second Life sind oder waren. Es sind nicht wenige. Und es kommen mit Helsana, Kuoni und bald noch einer weiteren renommierten Schweizer Firma weitere Unternehmen hinzu. Es gibt also mehr Neuzuzüge als Abzüge, und viele bleiben einfach und sind glücklich damit. Swisscom ist zudem mit Starfruit noch immer aktiv und erfolgreich. Und Implenia hat gezeigt, dass sich über Second Life sogar Gebäude steuern lassen und öffnet damit das Feld für nutzvolle Anwendungen.
Dies liegt ganz im internationalen Trend: Die Userzahlen von Second Life sind seit August 2007 um 30 Prozent eingebrochen, sagen Branchenkenner.
Welche Userzahlen sind eingebrochen? Ja, die Wachstumsrate der Neuregistrierungen sinkt. Aber die absolute Zahl der Neuregistrierungen beträgt pro Monat noch immer eine halbe Million. Kürzlich wurde ein neuer Rekord mit über 60’000 gleichzeitigen Usern erreicht. Die Zahl der aktiven User (solche, die im letzten Monat mehr als eine Stunde online waren – das ist die eine offizielle Definition von Linden Labs) IST KONSTANT und beträgt rund 500000, während mit mehr als 28 Millionen Stunden im Januar 2008 noch nie so viel Zeit in Second Life verbracht wurde wie bisher. Ebenfalls ein neuer Rekord.

Der Einbruch von 30% bezieht sich auf die andere Definition von Lindenlabs, wonach aktive User als solche gelten, die in den letzten 60 Tagen mehr als 60 Minuten inworld verbracht haben. Stimmt: diese sind von 1.7 im August 07 auf 1.2 Millionen heute gesunken. Diese Zahlen hat Reuters publiziert – und hier hat vermutlich auch die Sonntagszeitung einfach abgeschrieben, wie vermutlich auch das Cash. Die Schlussfolgerung daraus ist aber einfach: Es gibt eine äusserst AKTIVE UND TREUE COMMUNITY, welche die virtuelle Welt Second Life immer stärker (länger) nutzt, das bestätigt auch Reuters:
The smaller user base has been spending approximately the same total time inside Second Life that a larger population spent last summer. Residents spent 25.6 million hours in Second Life in December, down from October’s peak and modestly up from July’s 23.6 million.
Es ist vermutlich wie bei vielen Websites: Viele melden sich für irgendeinen Dienst an, aber es bleiben nur wenige aktive, also regelmässige Nutzer zurück, die schliesslich den harten Kern einer Community bilden.
2. Zur Online-Umfrage
Nachdem die Umfrage auf Cash.ch lanciert wurde, und sich das von den Machern erwartetete Bild abzeichnete, intervenierte wohl die aktive Second Life-Community und mobilisierte so viele Stimmen wie möglich. Mit folgendem Resultat und Erfolg:

25% der Teilnehmer zählen sich zu den regelmässigen Second Life Usern und haben ihren grossartigen Spass daran. Noch immer. Und vermutlich auch in Zukunft. Nur 7% sind nicht mehr in SL, nur 2% sind es gelegentlich. Es scheint, als gäbe es nur ein “Entweder-Oder”.
Jedenfalls sind die Aussagen aus dem Artikel und auch vom Online-Video so ziemlich relativiert.
3. Zum Online-Video
Im Mai 07, als gerade der Hype da war, berichtete das Cash noch sehr euphorisch über Second Life. Und holte sich einen Experten vor die Linse, der die virtuelle Welt und deren Möglichkeiten lobt. Jetzt, wo alle Medien negativ über die Second Life berichten, holt sich das Cash weniger als ein Jahr später einen Experten vor die Kamera, der natürlich ganz im Sinn des Journalisten die 3D-Welt heftig kritisiert. Das ist einfach und weckt den Verdacht, dass hier selektiv die Experten Themen-adäquat ausgewählt werden. Denn: Dass Jürg Stuker kein Fan von Second Life ist, ist unlängst bekannt. Es dürfte also ein Leichtes gewesen sein, ihn als Internet-Experten für dieses Interview mit ein paar “knackigen” Aussagen zu gewinnen.
Das Video gibt im Wesentlichen die Aussagen aus dem Artikel wieder und wird druch die Quotes von Jürg Stuker ergänzt.
Wir haben mit der Firma namics auch Experimente im Second Life gemacht und gesehen, was darin real passiert. Die Qualität der Dilalog miteinander und die Qualität der Shops waren Unfug.
Ich weiss nicht, ob die Dialoge in Blogs immer sehr viel gehaltvoller sind, als die einfachen Chats in SL (Jürg Stuker ist ein Fan von Blogs). Und klar, SL ist noch keine Anwendung für E-Commerce, noch nicht. Ob es das werden wir, sei dahingestellt. Jedenfalls dürfte E-Commerce an 3D und 3D-Welten nicht vorbeikommen.
Second Life in seiner heutigen Form ist tot. Und offensichtlich ist das Medium für die User zu wenig interessant.
Wer genau hinsieht, erkennt relativ schnell, dass es in der Schweiz eine sehr aktive Community gibt, welche die nächsten drei Tage zum Beispiel die Einweihung der neuen Insel «Suisse» mit einem gebührenden Programm feiert. Heute zählt die virtuelle Schweiz nach ihrer Gründung am 14. April 2007 bereits 12 Inseln, weitere dürften folgen. So uninteressant kann das Medium für die User nicht sein.
Ich finde: Das Internet brauchte mehr als 10 Jahre, bis es zum nutzvollen Massenmedium avancierte. Bei virtuellen Welten wird es vermutlich noch ein Weilchen dauern, bis sich sinnvolle Anwendungen durchsetzen. Ob virtuelle Welten jemals massentauglich werden, sei dahingestellt. Spannend ist das Thema alleweil, und noch lange nicht tot.
Gartner konstatiert auf alle Fälle schon mal, dass sich eine «Generation Virtual» bildet, die es zu verstehen und zu bedienen gilt. Wir bleiben dran.
heute abend SwissTalk: Business = Kommunikation?
Februar 11, 2008
Heute abend findet wieder einzige Schweizer Talksendung in Second Life statt. Thema diesmal Business = Kommunikation? Unter der Leitung von Mihu Janus (Avatarname) diskutieren um 21 Uhr verschiedene Persönlichkeiten das Thema. Für Second Lifeler im Swiss House und für nicht Second Lifeler im Web bei http://www.digital-broadcast-channel.com/tv/. Hier noch der detaillierte Beschrieb:
Zwei Bereiche die Inhaltlich schwieriger nicht sein könnten und dennoch zu unserem täglichen Leben gehören, wie die Butter auf das Brot.
Die Kommunikation hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Zum eigentlichen Inhalt werden auch weitere Botschaften gesandt. Also nicht nur was das Produkt kann sondern auch als Beispiel welches Lebensgefühl es auslösen soll. Die Werbung beschäftigt sich seit längerem mit der Thematik, wie Zielgruppen effizient erreicht und welche zusätzlichen Botschaften als Kaufanreiz übermittelt werden können.
Im Business Bereich (vor allem KMU) rückt das kommunikative Bewusstsein erst langsam ins Zentrum des Interesses. Networking als Instrument gilt im Moment als das propate Mittel um sich einen möglichen Erfolg zu sichern. Letztendlich ist Networking nichts anderes als eine Kommunikationform, welche man mit Gleichgesinnten betreibt.
An diesem Swiss Talk gehen wir den beiden Bereichen nach. Wollen Fragen aufwerfen und verschiedene Schwerpunkte behandeln. Wie zum Beispiel, was haben Tiere mit der menschlichen Kommunikation zu tun? Ist diese Kommunikation grundverschieden oder gibt es da Parallelen?
Weiter: SecondLife könnte für Jungunternehmer als die ideale Übungsplattform dienen. Einerseits kann mit wenig Aufwand eine Idee in der virtuellen Welt umgesetzt werden, welche in der Realität schon an der Hürde Geldgeber scheitert. Andererseits mit der realitätsnahen Mechanismen sich die nötige Erfahrung holen, ohne bereits tausende von Franken oder Euro in den Sand zu setzen.
Aber auch arrivierte Firmen scheitern des Öfteren an SecondLife, obwohl sie über Marketingfachleute verfügen. Gibt es dennoch einen Unterscheid zum realen Leben? Funktioniert traditionelle Werbung und Kommunikation ins SecondLife nicht genau gleich wie im realen Leben?
Und dann wäre noch die Kommunikation der Veranstalter und Kulturschaffenden. Zu 90% kann ich als Reisender durch das zweite Leben sicher sein, dass wenn rechts oben ein blaues Informationsfenster auftaucht, das Konzert oder Discobesuch in 5 Minuten beginnt oder sogar bereits seit 10 Minuten läuft. Ist dies ein gegebener Umstand in der Welt von SecondLife oder gibt es noch Verbesserungspotential?
Vier Fachpersonen diskutieren am Montag, den 11. Februar 2008 ab 21.00 Uhr im Swisshouse, über die Kommunikation, Business und die oben erwähnten Fragen.
Surl: http://slurl.com/secondlife/Switzerland/36/207/63Vari Frog
Leiterin Marketing und Education, Mitglied der Geschäftsleitung des Zürcher Zoos. Umschreibt ihre Arbeit als PR Agentur für Tiere. Das zentrale Thema ihrer Arbeit die Kommunikation zwischen Mensch, Tier und Natur.Goleo Morigi
Inhaber der PR Agentur Complecta. Seit Juni 2007 erforscht die St. Galler Kommunikations-Agentur Complecta das Marketing- und Kommunikationspotenzial der virtuellen Welt und ist somit eine der ersten Schweizer PR Agentur in SecondLife gewesen. http://slurl.com/secondlife/Swiss%20City/49/129/22Neptun Everett
ist mit seiner Avatargeburt im Juni 2004 sicher einer der ältesten Avatare der Schweiz. Er kennt neben Cypher Black von V-World SecondLife in- und auswendig. Nebst seiner Ausbildung war Neptun während 8 Jahre Beratungsbranche als Consultant und Geschäftsführer tätig. Heute als «Head of Technology Exploration» von ETH World, ist er verantwortlich für den Einsatz neuester Technologien an der ETH Zürich.http://slurl.com/secondlife/ETH%20Zurich/189/69/34
Didi Wunderle
ist ein Designer welcher sich mit künstlichen Ausdrucksformen in SecondLife beschäftigt. Er hat in der virtuellen Welt einen Store für Animationen welche femininer ausgerichtet sind als sonst in dieser Welt üblich. Didi Wunderle beschäftigt sich nebst dem Herstellen der Animationen auch Intensiv mit dem Thema Kommunikation. Und seine Produkte sind ja ein Teil der Kommunikation, nämlich der nonverbalen.http://slurl.com/secondlife/KREISS/108/76/23
Traxli Amat
Wird ebenfalls zu Gast im Talk sein. Er ist der Erbauer und Initiant des virtuellen Zoos. Seine Leidenschaft besteht darin, gemeinnützigen Projekten einen SL Auftritt zu ermöglichen. http://slurl.com/secondlife/Swiss%20Planet/91/202/22
Gesprächsleiter
Mihu Janus, Inhaber des Portals maclifestyle.ch. Ihn interessiert alles was mit digitalem Lifestyle zu tun hat und sieht sich als Bindeglied zwischen der realen und virtuellen Welt.http://slurl.com/secondlife/Suisse/144/214/34
Ohne sie geht es nicht
Natürlich ist 2life.ch, V-World (http://slurl.com/secondlife/Switzerland/149/164/22 ) und DBC (http://slurl.com/secondlife/Suisse/88/203/22) gemeint. Dank ihnen könnt ihr die interessanten Diskussionen und spannenden Statements verfolgen. Vielen Dank für die wertvolle Unterstützung.Als letztes!
Allen Besucher und Besucherinnen, welche im Studio anwesend sind, wird ein Unikat mit Zoo Logo verteilt. Was genau das sein wird, sei an dieser Stelle noch nicht verraten. Nur soviel, dass Goodie gibt es nur an diesem Abend und nur eines pro Person.
WhatsYourPlace – virtuelle Grundstücke erwerben
Februar 6, 2008
Seit Ende November letzen Jahres gibt es eine weitere virtuelle Welt, im weitesten Sinne: WhatsYourPlace.

Auf WYP kann man sich virtuell seine Lieblingsgrundstücke kaufen und theoretisch auch weiterverkaufen. Auf Wunsch gibt es sogar eine Urkunde. Eine Hektare virtuelles Land kostet € 9.95.
Für jene, die gerne virtuellen Besitz erwerben, lohnt sich der Kauf einer favorisierten Strasse oder Gegend. Den anderen empfehle ich, das Geld anders auszugeben.
Twinity im Beta Test – Second Life simplified?
Februar 4, 2008
Die Metaversum GmbH aus Berlin hat jüngst zum Beta Test für die virtuelle Welt Twinity geladen. Wir haben kurz reingekuckt.
Was ist Twinity?
Twinity ist eine virtuelle Welt in 3D, allerdings etwas einfacher als Second Life, und daher wohl eher eine 3D-Community.

[Bildquelle: blog.twinity.com]
So schreiben die Macher auf der Website:
Twinity mashes up the real with the virtual world. In Twinity you can create your virtual self, meet real people and make new friends. Create your own apartment or build your dream home anywhere in the world. Drop in on your friends and go out and have fun!
Forward2business erklärt die wichtigsten Eigenschaften von Twinity so:
Twinity ist eine 3D-Internetwelt. Wie beim Vorbild Second Life muss sich der User zunächst eine Software (Client) downloaden und installieren. Dann erstellt er seinen Avatar und bewegt sich in der virtuellen Welt. Das Prinzip kennen wir von SecondLife.
Als Unterschied zur amerikanischen Vorgänger-Welt fällt zunächst die Usability auf. Statt 6 Jahre alter Technologie funktioniert Twinity mit modernster Technologie. Grafik und Bewegungen sind vergleichbar den modernen Computerspielen, integriert in die 3D-Welt ist echtes Sprechen (Voice over IP). Auch das normale 2D-Internet und andere Streamingmedien sind integriert und in der 3D-Welt bedienbar (browsbar). Ein weiterer großer Vorteil: Es können deutlich mehr Avatare an einem Ort sein – so werden auch Massenevents möglich. Die Plattform ist stabiler, durch ein Balancing-System der Server werden Peaks abgefedert.
Auch das inhaltliche Konzept unterscheidet sich von SecondLife deutlich. Während beim Urvater der Virtuellen Welten die Fantasie der User Priorität hat und von Avatar bis Utility alles selbst gebaut werden kann, setzt Twinity auf die Nähe zur Realität und ist damit eher eine Social Community in 3D. Die neue virtuelle Welt startet im 3. Quartal in der Beta-Version mit Apartments die man sich selbst einrichten kann. Später sollen realitätsnahe Outdoor-Environments hinzukommen. Auch die Avatare sollen so echt wie möglich aussehen und nicht zwingend selbst vom User gestaltet werden. „Wir glauben, dass das Selbstbauen in SecondLife für den Mainstream zu kompliziert und für den Profi zu banal ist“, erklärt Dr. Mirko Caspar, CMO des Twinity-Betreibers „Metaversum“. „Bei uns können Profis ihre Kreationen aus anderen 3D-Software-Applikationen einfacher hochladen. Und Nicht-Profis müssen sich nicht plagen sondern können vorgefertigte Avatare mit ihrem eigenen Gesicht versehen.
Erste Erfahrungen und erste Meinung
Twinity ist sehr einfach zu bedienen. Der Avatar ist einfach zu gestalten – man wählt eine individuelle Kombination aus vorgegebenen Optionen aus.

Das Navigieren ist einfach, Voice funktionierte auf Anhieb. Man kann sich von Appartment zu Appartment teleportieren, nicht aber von Insel zu Insel (es gibt keine eigentlichen Inseln). Man kann chatten und sein Appartment mit vorgefertigten Utensilien leicht ausstatten. Ansonsten ist noch nicht viel los auf Twinity. Logisch, ist ja auch erst in Betatest. Wir werden später dann nochmals reinkucken. In der Zwischenzeit liest man wohl am besten im Blog von Twinity.
Ich glaube aber an das Potenzial, denn Second Life ist für die breite Masse einfach noch etwas anspruchsvoll.
Habbo Hotel mit eindrücklichen Januar-Zahlen – und viel Potenzial für’s Jugendmarketing
Februar 4, 2008

Die BusinessWeek vom 29. Januar zitiert Timo Soininen, CEO von Sulake (Habbo Hotel):
As of January 2008, the site has generated some pretty impressive numbers: 8.3 million unique visitors a month with some 86 million registered users. What’s more, about 90% of Habbo’s users are in that jeunesse doree “demo” chased after by advertisers, 13 to 18 year olds.
Das sind beachtliche Zahlen. Wie es scheint, hält sich praktisch die halbe Jugend auf Habbo Hotel regelmässig auf. Ein grosses Potenzial für Marken und das Jugendmarketing:
Brands in virtual worlds and social networking sites have to be unobtrusive. The idea is less to be about a specific location or room, and more to become a topic of conversation, something users can take with them.
Nun, was können die User bei Habbo Hotel «mitnehmen»? Ganz einfach: «digital items», welche die Jugendlichen für Kleinstbeträge kaufen um ihren persönlichen Raum, das digitale Wohnzimmer, zu individualisieren. Also zum Beispiel mit einem virtuellen Guns’N’Roses-Poster. Oder um ihren Avatar ein spezielles Äusseres zu verleihen und ihn vielleicht mit einem Nike-T-Shirt auszustatten. Wer will denn in der virtuellen Welt schon als unmodisch gelten?
Ich glaube, viele Marken haben das Potenzial und die Möglichkeiten im Rahmen von digitalen, respektive virtuellen Gütern noch nicht erkannt.
[Bildquelle: BusinessWeek]
Kaffeesatzlesen: Was passiert in Second Life im 2008?
Januar 2, 2008
Um in die Zukunft von Second Life zu schauen, hilft es, ein Jahr zurückzublenden und sich den damaligen Stand von Second Life vor Augen zu führen. Vor einem Jahr
- 1 Mio. registrierte User, heute 11.6 Mio Registrierte User
- 100 000 aktive User, heute 550 aktive User
- max. 20 000 gleichzeitige User, heute etwa 60 000 gleichzeitige User
- 0 Schweizer Inseln, heute etwa 15 Schweizer Inseln, davon 10 in derselben Region
- 1 CH-Firma in SL (Publicitas), heute etwa 30 CH-Firmen
- vereinzelte Pressberichte über SL, heute keine Berichte mehr über SL
Schauen wir uns die wichtigsten Meilensteine im 2007 an:
- Gründung der virtuellen Schweiz am 15. April 2007
- Gründung des Vereins 2life.ch – Swiss Ambassadors gleichentags
- Sculpted Prims wird in SL eingeführt
- Voice wird in SL eingeführt
- Virtual Finance Forum am 6./7. November
- Live Konzertreihe auf der Swiss Arena, jeden Samstag seit Mitte Oktober 2007
- Live Talk Shows im Swiss House ab September 2007
Nun wagen wir es und Lesen aus dem Kaffeesatz für 2008, oder schauen in die Sterne für die, die keinen Kaffee möchten:
- 25 Mio. registrierte User
- knapp 1 Mio. aktive User
- 100 000 gleichzeitige User möglich
- 50 Schweizer Firmen sind in Second Life
- Windlight für bessere Grafikdarstellung wird im ersten Quartal 2008 eingeführt
- Havok4, die Physiksengine, wird Mitte 2008 implementiert
- Die virtuelle Schweiz wächst um weitere 10 Inseln
- Die virtuelle Schweiz wird als eigene Community von Linden Labs aufgenommen
Second Life befindet sich im Wandel. 2008 wird das Jahr sein, wo sinnvolle Anwendungen die aktuellen Experimente ablösen werden. Marketing wird nicht mehr der Treiber sein, sondern Forschung & Entwicklung und Bildung.
Ich wünsche allen ein gutes neues und erfolgreiches Jahr
Pedro Meya Marty
Liste: Welche Schweizer Firmen/Marken sind oder waren in Second Life präsent?
Dezember 17, 2007
Welche Schweizer Firmen/Marken sind oder waren in Second Life präsent? Dieser Frage sind wir schon mehrfach nachgegangen (hier, hier und hier). Es ist Zeit für eine aktuelle Liste und eine Bestandesaufnahme.
Schweizer Firmen/Unternehmen/Marken in Second Life:
- Banque Cantonale Vaudoise
- Basel Tourismus
- Chocolat Frey (Migros)
- Comparis mit der Insel Sirapmoc (nichts mehr da)
- Complecta
- Coop (eine Aktion)
- Cristalp
- DBC Radio & TV
- ETH Zürich
- Fachhochschule Nordwestschweiz
- Felix Kling Treuhand
- Finance Forum / Itopia (folgende Firmen waren bei diesem Event dabei: Crealogix, Comit, Netviewer, SAP, BEA, Ergonomics)
- Futurecom
- heute (nicht mehr aktiv)
- IBM Schweiz
- Hochschule Luzern – Soziale Arbeit
- Hochschule Luzern – Design & Kunst
- Hochschule für Wirtschaft Zürich
- Hublot
- Implenia / Eolus
- Konnex
- Mediaedge:cia
- Migros (eigene Insel)
- mitLinks (nicht mehr aktiv)
- Nesquik (Nestlé)
- OMD
- Pedro Meya Marty
- Publicitas
- SBB
- SF DRS (die Studios)
- Swisscom Innovations (Starfruit)
- Swisscom Directories
- V-Worlds
- Zürcher Zoo
Wer fehlt? Haben wir jemanden vergessen? Wir freuen uns über jeden Hinweis. Und auf Anfrage erstellen wir zudem gerne eine Kurzdokumentation zu den einzelnen Auftritten/Aktivitäten.
Kein virtueller Weltuntergang
Obige Liste verdeutlicht, dass mittlerweile viele namhafte Firmen in Second Life aktiv sind. Sicher, einige haben sich auch wieder zurückgezogen.
So berichtete etwa das «heute» am 17.10.2007 unter dem Titel «Der virtuelle Weltuntergang» über den eigenen Abzug aus Second Life und lamentiert, viele Firmen würden sich aus Second Life zurückziehen. Die Byline lautete: «Second Life stirbt an Mangel an Usern und Investoren».
Die Liste relativiert diese Aussage ziemlich. Unter dem Strich gibt es offensichtlich immer mehr heimische Unternehmen, die in virtuellen Welten ihre Erfahrungen sammeln. Weitere werden folgen. Denn: Second Life hat eine äusserst aktive nationale Community – eine noch kleine aber nicht minder attraktive Zielgruppe. Und jetzt ist eine gute Gelegenheit, erste Erfahrungen mit virtuellen Welten zu sammeln, und Second Life pro aktiv in den Kommunikations- und Marketing-Mix zu integrieren.
