Second Skin - Ein Dokumentarfilm über virtuelle Welten und die Menschen dahinter
Januar 30, 2008

Virtuelle Welten haben Zulauf und immer mehr Menschen verbringen viel Zeit in diesen Parallelwelten, wo sie einiges erleben. Und wie immer: Das Phänomen hat zwei Seiten. Aus diesem Grund hat Pure West Films den Dokumentarfilm «Second Skin» gedreht, welcher bald veröffentlicht wird [via].
Kotaku beschreibt den Film so:
Second Skin is an upcoming documentary by Pure West Films that focuses on the lives of seven MMO gamers, exploring how their games of choice have affected their lives. It touches on many popular MMO topics, such as falling in love, becoming addicted, gold farming, and the effects virtual worlds can have on the handicapped. It’s really easy to make fun of the people you see in this, the first trailer for the film, but not so much when you’ve been there. Having been addicted to MMO’s in the past, I see a bit of myself in the film’s subjects. In the past I’ve spent weeks at a time rolling out of bed into my computer chair (if I even made it to bed) and immediately logging into Everquest, to the point where it was really the only thing that mattered in my life, and yeah - I’ve fallen in love online as well. Maybe one day I’ll tell you folks all about it.
Klingt spannend. Hier schon mal der sehenswerte Trailer.
Ich nehme an, der Veröffentlichungstermin wird dann über das Blog kommuniziert.
Review Open Forum Davos
Januar 28, 2008
Zufälligerweise entdeckte ich am Samstag die Live Übertragung des Open Forum Davos auf SF Info.
Die Diskussion war etwas schräg, auf der einen Seite Rosedale, seines Zeichens CEO von Linden Labs, wie immer übercharmant und überschwenglich erklärend, auf der anderen Seite Joseph Weizenbaum, ehemaliger Professor am renommierten MIT, der vor der Dominanz der Computer warnte. Es war eine interessantes Panel, das spannendwerweise parallel auf verschiedenen thematischen Ebenen funktioniert.
Aber schaut selber auf hier
Viel Spass
Pedro Meya Marty
Virtuelle Welten: Industry Forecast 2008
Januar 25, 2008
Virtual Worlds News hat im vergangenen Dezember den «Virtual Worlds Management Industry Forecast 2008» publiziert. In diesem werden 45 namhafte Experten aus der Branche der virtuellen Welten zu diversen Themen und zu ihren Einschätzungen zum Jahr 2008 befragt. Ich habe mir daraus folgende Aussagen notiert, die mich irgendwie angesprochen haben:
- Large media companies realize the potential of avatar-based virtual worlds becoming the future of social networking. (S. 7)
- Virtual worlds will go mainstream - early adopters, tech savvy people and tweens / teens were the majority of the virtual world’s users in 2007. For 2008, virtual worlds will evolve into mass market usage. (S. 8(
- 2D and 3D will start to become irrelevant as metadata and virtual content management systems begin to enable users to experience virtual worlds across more devices. (S. 9)
- At least one prominent Web 2.0 site will implement a virtual world add on to their services. (S. 10)
- Virtual item selling in Second Life by real life companies will increase. (S. 11)
- Last year of “hype”; 2008 is the year when the industry needs to answer the question: “where’s the beef?” Prove out the business model. (S. 22)
Besonders die letzte Aussage aus obiger Liste finde ich treffend.
Was, wenn ein Avatar die reale Welt betreten würde?
Januar 24, 2008
Dann würde das passieren. Respektive: Dann passiert das!
Irgendwie krass…
Bol.de experimentiert mit Second Life - die Idee ist gut, die Umsetzung könnte besser sein
Januar 24, 2008
internetworld.de beschreibt die die Marketing-Aktion von bol.de mit Second Life wie folgt:
Im Rahmen eines Wettbewerbs ging der Online-Buchshop BOL in der 3D-Welt Second Life auf Kundenfang. Die Bewohner der digitalen Welt waren aufgerufen, sich mit ihrem Avatar als virtueller Berater für die Homepage des Unternehmens zu bewerben. Gewonnen hat die schwarzhaarige Kunstfigur Amal Hathaway, die jetzt als Urlaubsvertretung für die eigentliche BOL-Einkaufsberaterin Trixie einspringt. Amal heißt im wirklichen Leben Anke und ist 29 Jahre alt. Die Medizinstudentin aus dem Ruhrgebiet hat sich vor gut einem Jahr eine Zweitexistenz im Second Life geschaffen, die nun auch der realen Welt bekannt wird. Das Angebot von BOL.de kennt Amal bereits aus Second Life. Als erster großer deutscher Internet-Buchhändler eröffnete BOL.de im März 2007 ein Kaufhaus in der virtuellen 3D-Welt und ist seit November dort mit der eigenen Insel Bookland vertreten.
Eigentlich gefällt die Aktion ganz gut. Denn: bol.de macht so einen Second Life-Avatar aus der dritten Dimension zum virtuellen Berater auf einer 2-dimensionalen Internetseite. So werden die beiden Welten irgendwie verknüpft.
Schade nur: Die Avatarin antwortet im Chat NICHT live. Wer die virtuelle Beraterin nämlich mit dem realen Namen «Anke» anspricht, erhält folgende Antwort: «Entschuldigen Sie, ich habe Sie gerade nicht verstanden. Was meinen Sie?». Das gleiche Ergebnis, wenn man sie mit Amal oder auch Amal Hathaway anspricht. Auf «Hallo Trixie» folgt dagegegen: «Ja, lieber Besucher, womit kann ich Ihnen denn jetzt weiterhelfen?» Logisch. Weil nicht die echte Anke oder Amal antwortet, sondern eine Chat-Software. Und der Software wurde nicht gesagt, dass die Urlaubsvertreterin «Amal» oder «Anke» heisst…

In diesem Zusammenhang wirkt auch die Pressemitteilung etwas unglücklich:
Die ersten beiden Arbeitstage sind gut gelaufen für Amal Hathaway. Seit Montag jobbt die schwarzhaarige Kunstfigur als Urlaubsvertretung für Trixie, die virtuelle Einkaufsberaterin auf bol.de.
Echt schade. Würde wirklich Anke antworten, so wäre die Aktion sehr gelungen. Unter diesem Umständen aber wirkt die Promotion etwas platt. Second Life lebt von der echten Interaktion, von der realen Kommunikation mit den Avataren. Dieses Credo hätte auch für die virtuelle Beraterin auf der Website übernommen werden müssen.
Philip Rosedale, CEO von Linden Labs/Second Life, kommt am 26.1. nach Davos
Januar 18, 2008

Philip Rosedale, CEO von Linden Labs/Second life kommt am 26.1.08 im Rahmen des Open Forum Davos 2008 in die Schweiz. Das Thema: «Virtuelle Welten: Fiktion oder schon Realität?». Die Website lässt verlauten:
Das Internet «verlängert» die Realität in den virtuellen Raum hinaus: Wimbledon-Spiele können direkt bei den Spielern verfolgt werden, «Facebook» und «Second Life» ermöglichen es, virtuelle Freundschaften zu bilden oder geheime Vorlieben auszuleben – 24 Stunden und ohne Risiko auf Sanktionen. Immer mehr Leute linken sich in eine virtuelle Welt ein und legen so selber fest, wer sie sind, was sie tun und mit wem sie wie interagieren wollen. Diese Entwicklung wird die Gesellschaft beeinflussen.
Folgende Fragen werden diskutiert:
1. Wann wird Virtualität Realität?
2. Wie beeinflussen virtuelle Welten unser Zusammenleben? Unsere Ethik und Moral?
3. Wie reagieren die verschiedenen Generationen?
4. Welche technologischen Entwicklungen stehen uns noch bevor?
Die Gäste sind:

- Philip Rosedale, CEO von Linden Labs/Second life
- Rafael Capurro, Professor für Informationswissenschaft und Informationsethik, Hochschule der Medien Stuttgart, Deutschland
- Joseph Weizenbaum, em. Professor für Informatik, Massachusetts Institute of Technology, USA
- Reid Hoffman, Präsident und Vorsitzender, LinkedIn Corporation, USA
- Florence Develey, Pfarrerin, Reinach/Basel
- Vertreter/-in der Wirtschaft (Neue Informations- und Kommunikationstechnologien)
- Moderation: Loic Le Meur, Seesmic, USA
Veranstalter sind der Schweizerische Evangelische Kirchenbund und das World Economic Forum (WEF). Die Veranstaltungen des Open Forum Davos sind öffentlich und kostenlos. Diskussionssprachen sind Deutsch und Englisch (Simultanübersetzung).
Wir werden hingehen und hoffen, wir kriegen einen Platz. Denn: Es stehen ca. 250 Sitzplätze zur Verfügung. Sind alle Plätze vergeben, ist allerdings kein Zugang zur Aula mehr möglich.
Der Film eXistenZ im Second Life - ein kurzer Erlebnisbericht
Januar 17, 2008
Das Fimfestival ewz.stattkino zeigte heute Abend den Science-Fiction-Thriller «eXistenZ» im ewz-Unterwerk Selnau und in Second Life auf der Insel Lara.

Inworld haben sich rund 10 Avatare aufgehalten. Bei der realen Kinovorstellung etwas weniger als 100. Interessant: offensichtlich gilt die 10%-Regel. Am Finance Forum waren im RL rund 3000 Personen anwesend, in SL rund 300 Avatare.
Zurück zur Kinovorstellung. Leider konnte ich nicht von Beginn weg und während dem ganzen Film dabei sein (ich habe Kinder im RL). Die Qualität des Films war sehr gut, der Ton auch. Die Sicht sowieso: Es hätte noch Platz für einige Avatare mehr gehabt. Leider konnten die Avatare die RL-Kinobesucher nicht sehen. Irgendein technisches Problem. Wäre schön gewesen, hätte man die Sache wirklich «bidirektional» durchziehen können. Dann hätte echte Interaktion zwischen den beiden Welten entstehen könen. Immerhin konnten die RL-Cineasten offensichtlich die Chat-Konversation sowie die Avatare auf einem Screen sehen.
Lustig war denn auch die Szene nach der Pause: Die 10 Avatare versammelten sich vor der Leinwand, führten Tänze auf und grüssten das RL-Publikum. Ich hätte gerne die Reaktionen gesehen.
Und: Inworld fehlte es an Popcorn sowie Glacé. Anyway. Ich freue mich auf die nächste Durchführung. Vielleicht wird dann in beide Richtungen übertragen.
ewz.stattkino zeigt heute den Film eXistenZ im Real Life und Second Life
Januar 17, 2008

Das Fimfestival ewz.stattkino eröffnet heute gleich doppelt: Der Science-Fiction-Thriller «eXistenZ» wird parallel im ewz-Unterwerk Selnau und auf einer Insel in der Cyberwelt von Second Life gezeigt. Spannend: Auf einer zweiten Leinwand können die Besucher des realen Films dabei die Perspektive der Inselbesucher verfolgen. Start: 20.00 Uhr, Eintritt ewz-Unterwerk Selnau CHF 24.-, in SL vermutlich kostenlos.
Hier die SLURL für die Insel: http://slurl.com/secondlife/lara. Pedro Fabre wird heute Abend im RL vor Ort sein, meine Wenigkeit (Loro Roffo) in SL.
Virtuelles Second Life-Seminar Hochschule Luzern - mit Voice…
Januar 17, 2008
Gestern haben wir im Rahmen des interdisziplinieren ISA-Moduls «Online Communities and Collaboration Social Software» der Hochschule Luzern mit rund 30 Studierenden ein virtuelles Semimar im Swiss Congress durchgeführt. Thema der virtuellen Sitzung: «Nutzung von Onlinetools im Innovationsprozess». Die Referenten waren Silke Reinhardt von www.avenue.de & Christopher Meil von www.ideentower.de.

Die Kommunikation erfolgte über Voice, also via Headset. Leider war die Qualität der Stimmübertragung etwas suboptimal. Wir kämpften mit Hall, Verzerrungen und geringer Lautstärke bei einzelnen Avataren. Zum Teil klangen einige Avatare gar ziemlich abgehackt. Second Life scheint mit Voice noch keine wirklich Alternative für grössere Meetings zu sein. Eher muss man nach wie vor auf Streaming-Lösungen zurückgreifen. Aber es ware eine gute Erfahrung, wie die Interaktion funktioniert hat.
Und nichtsdestotrotz war die Session inhaltlich sehr interessant. Im Anschluss an das virtuelle Meeting wurde zusammen mit den Studierenden über die Web-Applikation «iStorm» ein virtuelles Brainstorming durchgeführt. Sehr spannend, wie mit diesem strukturierten Online-Prozess zuerst Ideen entwickelt, dann bewertet und schliesslich extrahiert wurden.
Alles in allem eine gelungene Unterrichtssequenz und ein gelungenes Experiment.
WHEN MEDIA ENVIRONMENTS BECOME REAL - INTERNATIONAL CONFERENCE ON REALITY SHIFT IN MEDIA: BERN, 4. – 6. FEBRUAR
Januar 14, 2008
Vom 4. bis am 6. Februar organisiert die Abteilung Medienpsychologie der Universität Bern die internationale Konferenz „WHEN MEDIA ENVOIRONMENTS BECOME REAL“. Dabei steht – wie der Titel nahe legt – das Eintauchen in mediale Welten im Zentrum des Interesses.
So schreiben die Veranstalter:
Innerhalb der Konferenz soll ein Phänomen diskutiert werden, das in den letzten Jahren immer stärker in den Blickpunkt von Medienpsychologen, Medienwissenschaftlern oder Game Designern gerückt ist: das Eintauchen in mediale Welten. In der Forschung haben sich in den letzten Jahren verschiedene Ansätze herausgebildet, welche sich mit diesem Thema befassen. Konzepte wie Presence, Transportation, Media Entertainment und Flow reflektieren zwar allesamt die Frage, inwieweit eine Medienwirklichkeit für einen Rezipierenden „wirklich“ werden kann, sie werden aber meist unabhängig voneinander zur Beschreibung und Erklärung von Immersionsphänomenen herangezogen.
Wir finden: Das klingt ziemlich spannend. Besonders interessant finde ich das Programm vom 4. Februar. Auch das Aufgebot der Key Not Speakers kann sich sehen lassen. Die Teilnahmegebühr liegt zudem bei moderaten CHF 150.-.
