Brasilianer sind die drittstärkste Kraft in Second Life

November 26, 2007

Brasilien zählt nicht gerade zu den grossen Breitbandländern, ist eher ein Schwellenland als ein technologisch weit fortgeschrittene Industrienation wie die USA und Deutschland, die noch mehr aktive User als Brasilien haben, gemäss den letzten offiziellen Lindenstatistiken.

Gestern abend am Live Konzert in der Swiss Arena erinnerte mich das Gespräch von 2 brasilianischen Avataren daran, das ich mal angefangen zu recherchieren, warum die Brasilianer in SL so stark präsent sind.

Linden Labs bietet Programme an um eigene Registrierungen und sogar Communities mit Second Life aufzubauen. Kaizen Games hat als einer der ersten Firmen weltweit das Community Portal Mainland Brasil @ Second Life Grid lanciert und in Brasilien beworben.
Mainland Brasil
Die brasilianische Firma Kaizen Games hatte bereits Erfahrungen mit MMOGs gesammelt und bietet heute die 3 Onlineplattformen Priston Tale, Audition und Second Life. Priston Tale spielt in einer Fantasiewelt, vergleichbar mit World of Warcraft. Audion Online ist ein Online Wettbewerb, wer am besten tanzt. Kaizen bietet sogar die eigene Währung Kaizen Cash für Audition und Priston Tale an. Sie nutzen die Second Life Plattform als weiteres Massive Multplayer Online Game (MMOG) und haben so ihre Angebotspalette ideal diversifiziert.

Kaizen hat also ein grosses Interesse die Brasilianer nach Second Life zu bringen und schafft das gut. In keinen anderen Land ausser vielleicht in den USA mit Linden Labs selber, pusht ein lokaler “Provider” die SL Plattform so stark und ist auf User ausgerichtet.

Das wäre doch auch was für Euch, liebe Ringier, Publigroupe oder Tamedia? Burda ist schon in den Startlöchern.

Wir helfen gerne….

Pedro Meya Marty

Virtual Worlds: Second Life and the Enterprise - an Essay

November 25, 2007

Wer das Thema Second Life (SL) in einem Gespräch angeschneidet, erhält meist 2 Arten von Reaktionen: 1.) Wird abgekanzelt mit “noch ein Spiel”, “Die sollten zuerst Ihr “First Life” in den Griff bekommen” oder 2) ernten grosse Aufmerksamkeit und werden mit Fragen gelöchert und Chancen und Gefahren werden diskutiert.

Mit dieser Einleitung beginnt Susan Kish, CEO von First Tuesday aus Zurich, einer Tochter von Xing, das Essay.

Das Essay bringt die ganze Thematik in wenigen Worten (7 Seiten Inhalt) auf den Punkt. Zu lesen hier als html oder hier als PDF zum runterladen. Es ist natürlich auf englisch.

Sehr empfehlenswert.

Thank you Susan for your approval to publish it here.

Bruno

Review: Virtual Finance Forum 6. & 7. November 2007

November 22, 2007

Es ist zwar schon wieder ein paar Tage her, dass das Finance Forum stattfand. In der realen Welt wurde etwas mehr als 3000 Besuchern gezählt, virtuell in Second Life gab es einen Rekord: 300 Avatare kamen an diesen beiden Tagen vorbei. Das war der grösste Event innerhalb der Schweizer Region.

bild Itopia Stand 2

Interessant war die Reaktion der Standbesucher in der realen Welt. Zuerst schauten der Besucher vorsichtig auf den Bildschirm und traute nicht ganz seinen Augen, dass sie er zum ersten Second Life sah. Dann zeigte der Itopia Mitarbeiter, wie er mit der Tastatur die Figur (Avatar) steuerte, und forderte den Besucher auf, es selber zu versuchen. Die ersten Schritte waren noch vorsichtig und unsicher, und plötzlich war die Hemmung weg und der Besucher war komplett drin. Vergass alles um sich herum und erkundete die Virtuelle Welt. So ging es vielen Besuchern, die sich getrauten, selber auszuprobieren.

Das Interesse, mehr noch die Neugier, war gross. Es wurde über Anwendungen, über Potenziale, über Chancen & Gefahren diskutiert. Aussagen von Managern “Warum weiss ich das nicht!” oder “Da müssen wir dabei sein” waren zu hören.

In der virtuellen Welt waren viele Bekannte aber auch unbekannte Gesichter zu sehen. Für viele war es die Chance, sich mal eine Messe in Second Life anzuschauen und mit realen Mitarbeitern der Firmen zu plaudern und Kontakt aufzunehmen. Die Aussteller hatten sich ins Zeug gelegt und boten Filme, Live Streaming aus dem realen Finance Forum, Spiele und immer einen Ansprechspartner, der Red und Antwort stand.

Ich denke, dass die Ziele der Aussteller, des Finance Forums, der Besucher und der Schweizer SL Community erreicht wurden. Das Ziel lag klar im Erfahrungen sammeln und nicht im Business Bereich. Aber der eine oder andere hatte sicher eine Business Opportunity.

Viele der realen Besucher werden sich nun konkret mit dem Thema beschäftigen und Second Life eine zweite Chance geben.

Wir sind gespannt auf das nächste Jahr.

Pedro Meya Marty

Vortrag: Marketing Kommunikation in Virtuellen Welten

November 21, 2007

Mediafocus AG hat uns eingeladen, an Ihrer Basisschulung im Bereich der Werbe- & Marketingforschung etwas über Kommunikation in Virtuellen Welten zu erzählen. Hier der Vortrag:

Teilnehmer der Schulung waren Mitarbeiter von Verlägen, Vermarktern und Vermittlern wie Publisuisse, Ringier, Mediaedge/CIA, M&M Holding, SPR-Plus und SwissTxt.

Im Frühling gibt’s dann ne weitere Runde.

Bruno Mettler

Review Wirz Cocktail’07 - Zwischen 2 Welten

November 20, 2007

Seit 37 Jahren findet jährlich der Wirz Cocktail der Wirz “Werbegrupppe”; dieses Jahr im Zürcher Lake Side und das Thema ist war “Zwischen 2 Welten”.

Wirz Cocktail '07

Über 300 Gäste aus Kommunikation und Wirtschaft wohnten der Podiumsdiskussion unter der Leitung von Matthias Aebischer vom SF Club bei.
Es diskutierten die Fulltime-Avatarin Céline Grossenbacher (in SL bekannt als Ayam Bing), der Psychoanalytiker und Satiriker Peter Schneider, Dr. Karin Vey vom IBM Research in Rüschlikon und Matthias Zehnder, Chefredaktor der Coopzeitung und Technologie-Publizist.

Fazit: Auf eine gute Art und Weise wurden Virtuelle Welten wie Second Life dem Publikum näher gebracht und die verschiedenen Situationen und Erfahrungen in wunderschönen Bildern geschildert. Hier kann das ganze Diskussion gehört werden. Eine gute Zusammenfassung hat die NZZ publiziert.

Pedro Meya Marty

P.S. Im Hintergrund haben wir etwas bei den Vorbereitungen geholfen und Bilder, Informationen geliefert.

Virtueller Live Vortrag für Pädagogische Hochschule der fhnw

November 19, 2007

Solothurn, Mittwoch nachmittag, 24.Oktober 2007. 14.00 Uhr.

Ich befinde mich in einem nigelnagelneuen, vollausgestatteten Computer Schulungsraum an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Im Raum 20 Lehrer und Lehrerinnen der Region mit Schwerpunkt ICT. Alle gespannt und neugierig.

Ich logge mich in Second Life ein, die Lehrer loggen sich auch in Second Life ein. 20 User sind gleichzeitig im Netz und das Netz hält. Keine Selbstverständlichkeit. Alle Lehrer haben sich bereits zuhause registriert und die ersten Schritte in Second Life gemacht.

Los geht’s mit ersten Schritten im Bereich der Collaboration:

  • Suche zeigen und wie man eine Gruppe sucht. Ich kenne ja die Namen der einzelnen Avatare nicht
  • Die Teilnehmer werden Mitglieder der Gruppe (Gruppe & Rollen habe ich bereits vorbereitet)
  • Um alle an den gemeinsamen Treffpunkt zusammenzuführen, sende ich via Gruppenmitteilung eine Landmark des Treffpunktes
  • Parallel zeige ich die verschiedenen Kommunikationsmittel wie Chat, IM, Gruppenmitteilungen und theoretisch Voice.
  • Die Schulung machen wir ohne Voice, da mich sonst die “Lehrer” nicht mehr im Raum hören können, was die Schulung noch anspruchsvoller machen würde.
  • Ich erkläre und zeige, was Landmarks sind und wie diese einfach erstellt werden können
  • Die Gruppe probiert die Kommunikationsmittel aus und schaut sich um. Wir sind vor dem Swiss Congress.
  • Wir gehen rein.

Zweiter Teil der Schulung: Ein “inworld” Vortrag von Annette Pohlke zum Bildung in Second Life.
Via Audiostream erklärt und zeigt Max Bergson, der Avatar von Annette Pohlke, die verschiedenen Charts Ihres Vortrages.

Inworld Vortrag ph fhnw

Für alle Beteiligten eine neue Erfahrung. Es war ruhig im Saal und fast alle starten wir gebannt auf den Bildschirm und hörten zu.
Nach dem Vortrag eine Fragerunde, wo die Zuhörer in den Gruppenchat fragen stellen konnten und Max via Audiostream antwortete.

Kaffeepause.

Zürich zur virtuellen Realität: Weiter geht’s mit einer kurzen Einführung ins Bauen:

  • Erklärung des Landkonzeptes (Sandboxen als Testraum)
  • Der Würfel als Grundbauelement
  • Formen, Verformen
  • Rechtemanagement: Creator, Owner, Gruppe
  • Texturen
  • der Grid als Raster zum Bauen
  • Objekte kaufen oder verkaufen

Die Teilnehmer probierten nun selber und erstellten die ersten eigenen Objekte.

Langsam ist es 17 Uhr: Zum Abschluss tauschten die Teilnehmer noch Erfahrungen aus, stellten Fragen und gaben Feedback zur Schulung.

Wie es im Schulzimmer aussah und was der Organisator Stanley Schwab dazu meinte, ist in seinem Wiki dokumentiert. Danke sehr für das Kompliment.

Sowohl für mich, wie auch für Annette Pohlke wie auch für die Hochschule war es eine neue Erfahrung.

Bruno Mettler

Pedro Meya Marty organisiert «Inworld-Unterricht» für die Hochschule Luzern (Design & Kunst)

November 19, 2007

Pedro Meya Marty organisiert «Inworld-Unterricht» die Hochschule Luzern (Design & Kunst) in Mode- und Textildesign. Für 3×2 Lektionen auf der Insel Swiss City.

Mode- und Textildesign in Second Life Schulung

Der Kursleiter Asander Graves war gerade in einer unangenehmen Lage, da ein vorgesehener Dozent kurfristig abgesprungen war. Dank meinen Beziehungen in nerhalb von Second Life, konnte ich Kuroneko Y. für diesen kurzfristigen Einsatz verpflichten. Gemeinsam erstellten wir ein ansprechendes Programm. Hier ein kurzer Auszug:

1. Termin: Einführung in die Mode von SL
Einführend beschäftigen sich die Studierenden mit den verschiedenen Arten von Kleidungsstücken innerhalb von Second Life und verschaffen sich einen Überblick über die Mode in SL. Weiter werden die Besonderheiten und Unterschiede in der Erstellung der Kleidung gezeigt und dabei auch diverse Tools beachtet.

2. Termin: Keidertexturen
Die Studierenden erstellen Kleidertexturen, also Kleidungsstücke, die direkt auf den Avatar gezeichnet und mittels Bildbearbeitungsprogrammen erstellt werden.

3. Termin: Primkleidung
Der dritte Termin dient dazu, das in SL übliche Sortiment an Kleidung zu vervollständigen. Dazu setzen sich die Studierenden mit Kleidung und Accessoires, welche mit den In-World-Bausteinen gebaut werden, auseinander.

Am ersten Termin erfolgte die Kommunikation noch via Chat und an den beiden anderen dann mit Voice, was sowohl für die Studenten wie auch für die Dozentin ein neue Erfahrung war.

Eine Dimension im Unterricht. Weitere Beispiele werden folgen.

Pedro Meya Marty

Second Life bald mit besserer Grafik?

November 15, 2007

Second Life wird oft wegen der dürftigen Grafik kritisiert. Jetzt ist der neue Client «WindLight First Look» verfügbar. Natürlich noch beta… Aber Second Life ist mit diesem Client kaum mehr wieder zu erkennen. Es glitzert und glänzt. Richtig schön. Hier einige Impressionen:

Grafik Second LIfe verbessert

Second Life User Experience besser neuer Client

Hier downloaden und und die neue User Experience testen.

Vorsicht vor virtuellen Dieben im Habbo-Hotel…

November 15, 2007

Habbo Hotel Möbel

Soeben bei TechCrunch entdeckt. BBC berichtet:

A Dutch teenager has been arrested for allegedly stealing virtual furniture from “rooms” in Habbo Hotel, a 3D social networking website.

The 17-year-old is accused of stealing 4,000 euros (£2,840) worth of virtual furniture, bought with real money.

Five 15-year-olds have also been questioned by police, who were contacted by the website’s owners.

The six teenagers are suspected of moving the stolen furniture into their own Habbo rooms.

Habbo-Hotel ist zwar nicht eine virtuelle Welt wie Second Life, aber das Phänomen «Diebstahl von virtuellen Gütern» dürfte sich mittelfristig akzentuieren.

Nachtrag 16. November:

Und wie kommt man an die virtuellen Möbel anderer? Ivan Kellenberger vom Frog-Blog schreibt im Kommentar:

Geklaut worden sind die e-Möbel, in dem der Junge mit Hilfe von Phishing-Web-Pages sich die Logins von andern Habbo-Kids erschlichen hat.

–> Virtueller Trickdiebstahl um virtuelle Güter zu stehlen.

Nur die Strafe wird wohl nicht virtuell ausfallen…

Die neu Art zu browsen

November 14, 2007

Die meisten Virtuellen Welten wie Second Life, Entropia, There, Kaneva, Hipihi, etc. haben einen eigenen Browser, meist Client genannt, der zwischen 30 MB und 200 MB gross ist und bei neuen Versionen, d.h. alle paar Monate neu runtergeladen und installiert werden muss. In der jetzigen frühen Phase des 3D Internets sicher nicht so schlimm, aber die Mainstream User sind sich das einfach nicht gewohnt.

Die ersten Ansätze waren im Frühling Sommer bei Second Life zu sehen. Eine englische, junge Stundentin namens Katharine Berry baute Mithilfe von Ajax die Möglichkeit über eine normale Website sich in Second Life einzuloggen und zu steuern.

AjaxLife

Ich bewundere Katherine für diesen Ansatz, denke aber, dass es der falsche Weg ist. Statt Second Life oder eine andere virtuelle Welt in einen normalen Browser zu integrieren, sollte umgekehrt sein: Ich sollte in einem Client Websiten sehen können. Den ersten Ansatz in diese Richtung liefert der OnRez Viewer von The Electric Sheep Company.

OnRez Viewer

In diesem Second Life Client können Websites, ohne Flash & andere Erweiterungen, innerhalb des Clients dargestellt werden, was das Arbeiten bereits vereinfacht.

Web auf Objekten

Den nächste Entwicklungsschritt zeigt bereits Croquet, wo auf Objekten, Websites dargestellt werden können.

Man stelle sich vor, man sitzt gemeinsam in einem virtuellen Raum und surft gemeinsam auf einer Website. Gestaltet gemeinsam eine Website, stellt schnell einen zweiten Screen auf, um die beiden zu vergleichen. Die Links visuell darzustellen. Oder wie wäre es eine Tabelle um eine Dimension zu erweitern und so einen Würfel mit Zahlen zu haben. Sudoku in der dritten Dimension. ;-)
Freuen wir uns auf die Zukunft, die vielleicht schon in einem Jahr da ist. Vielleicht in Second Life.

Pedro Meya Marty

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