Reuters-Interview mit Philip Rosedale, CEO von Linden Labs
August 31, 2007
Vor ein paar Tagen fand in Chicago (US) die Second Life Community Convention 2007 (SLCC) statt. Anlässlich dieses Veranstaltung hat Reuters mit Philip Rosedale, seinerseits CEO von Linden Labs, der Herstellerin von Second Life ein Interview gemacht, das die Strategie von Second Life zeigt. Hier ein paar relevante Aussagen:
Reuters: Is Linden profitable?
Philip Rosedale: Linden is roughly profitable. We’re right at the point of profitability, which for a company of about 200 people is pretty impressive.
The business model is actually pretty simple. The engine of growth in Second Life is a lot of small-scale entrepreneurship. We have a thousand people making more than US$1000 a month. That engine is what enables some of that economic activity to be paid to us as the operators of the simulators who provide the service.
Reuters: What are Linden’s real sources of income? You’ve got a small spread on the Lindex, land sales, tier fees.
Philip Rosedale: By far the largest source of income to Linden Lab is the sales and the tier fees.
The core of our business is a hosting business.
Linden Labs is seit kurzem profitabel und verdient sein Geld hautpsächlich mit dem Hosting, also dem Land-/Inselverkauf und den monatlichen Gebühren. Interessant ist auch die Aussage, dass das System von ein paar Tausende “Kunden”, die wiederum als Wirtschaftsmotoren tätig sind, abhängig ist, während über 0.5 Mio User regelmässig sich in Second Life aufhalten. Die Währung Linden Dollar ist also nicht die Haupteinahmequelle, sondern das Schmieröl der SL-Wirtschaft.
Reuters: You’ve mentioned you want to make a move towards open source servers. If land is the bread and butter of your business, and you’re open sourcing that, how will that work in the future?
Philip Rosedale: If you’re an entrepreneur, wanting to enter the virtual world and sell stuff to people, you’re going to want to find the largest possible audience. So you’ll be strongly drawn to set up your shop on the system with the largest number of people using it. There will be a tremendous desire by people to link those servers together and be on our network so they can have access to the largest base of people.
Reuters: So Linden will charge an access fee?
Philip Rosedale: Right.
Now you wouldn’t have to, obviously, under the open source model. Not every application would demand one to connect to Second Life. But the entrepreneur who comes in will want to come towards where the largest market is.
We believe we can reasonably make money — barely make money — by just charging access to the system.
We also provide a whole bunch of global services. The uniqueness of your name, your inventory, the ability to unique mark things — this person built that object.
Aktuell ist der Client (Viewer) bereits als Open Source vorhanden. Bald folgt der Server als Open Source. Dann kann jeder seinen eigenen SL Server zuhause haben. Das Business Modell mit den Gebühren für den Anschluss an Second Life Netz ist ausgezeichnet.
Dieser Ansatz löst mehrere Probleme:
- Sinkende Abhängigkeit von Linden Labs. Interessant für Unternehmen.
- Firmen wollen und können so lokal Ihre eigene Sub Second Life hosten
- Second Life kann sich so zum de facto Standard für Virtuelle Welten entwickeln, da jeder seine eigene Welt aufbauen kann und gleichzeitig auf die Masse der gesamten Virtuellen Welt zurückgreifen kann.
- Durch die Bereitstellung der Serversoftware als Open Source wird sich die technologische Entwicklung beschleunigen
Reuters: You talked a lot this morning about reliability. What are your performance benchmarks? What is a reasonable goal for Linden to accomplish?
Philip Rosedale: We need to increase service availability. It’s not as high as it could be or as high as we’d like it to be for a commercial large-scale operating service. We’re going to publish the running data of how we’re doing. So everyone will be able to see us hopefully improving it and gauge and discuss whether we’re improving it quickly enough.
We need to get to the place where Second Life is as reliable running on your PC or a Mac as an Internet browser.
Ich erwarte im September die 10 Mio. Registrierung. Rosedale hat an der SLCC angekündigt den Schwerpunkt der Entwicklung auf Qualität des Systems zu legen, d.h mehr Stabilität, mehr Zuverlässigkeit, mehr Verfügbarkeit und damit bessere User Experience ev. sogar bessere Usability (Benutzerführung). Second Life wird könnte so erwachsen werden.
Reuters: Is there a problem where German laws are more restrictive than American laws on ageplay? And likewise, American laws may be more restrictive than European laws on gambling. Are we moving to the lowest common denominator?
Philip Rosedale: No.
The lowest common denominator is just not what you want to do. It’s not going to happen on the Internet, and it’s not going to happen here. We’re doing what we can as a platform to try to make that the case.
If you want to apply a local jurisdictional law to people, we’re going to make it so you apply that to people who are individual avatars trying to go to one place. That’s what we’re doing with age verification. We’re making that a feature that’s tied to land and people, not a feature that’s tied to the whole system. When we’re confronted with a legal or regulatory matter where we need for legal reasons to enable a certain type of restriction on behavior, we do that as locally as possible and not have a lowest common denominator.
Reuters: So there may be code in the future where your avatar is tied to your real-life nationality and then based on that nationality certain restrictions may or may not come into play?
Philip Rosedale: Right.
If the local restrictions that countries for example are making on avatars, if those restrictions are well-published and transparent and in the public light, I think we’re going to get to a good overall set of choices. Countries will make the right choices about how they want to restrict people’s use in Second Life if they can see what other countries are doing rather than us being the sole decider of what’s right locally.
Lokales Recht in Second Life. d.h. Schweizer Avatare werden gemäss Schweizer Recht gehandhabt werden. Amerikanische Avatare gemäss amerikanischen Recht. Linden Labs hat bereits am Testen eines Identitäts Verifikations Systems. So wird es möglich, das auf bestimmte Inseln nur noch Erwachsene Zugriff haben oder das Chinesische User nur noch auf zensurierte Chinesische Sims Zugriff haben.
Fazit
Second Life bereitet sich vor, die Rolle des 3D Internets zu übernehmen. Es sieht vielversprechend aus. Mal sehen, ob es klappt
Ich bleibe dran
Pedro
Virtuelle Stadtentwicklung anhand der neuen Insel Swiss Park
August 31, 2007
Am Freitag, 24.8.2007 haben wir unsere vierte Sim “Swiss Park” geliefert bekommen. Ein neue Sim heisst, den Boden gestalten (Terraformen), Parzellen “schneiden”, Hügel und Wasserflachen formen, Bodentexturen definieren. Das ist aber nur die technische Seite. Jede Sim braucht ein Konzept, die es für die Besucher & auch Mieter attraktiv macht. Bei mehreren Sims kann das mit Stadtentwicklung verglichen werden. Es sind die selben Fragenstellungen, die gelöst werden müssen:
- welche Art von Besucher sollen sich wohlfühlen
- wo sind die Verkehrs-/Orientierungswege
- wie wird der Ort attraktiv
- wieviel Platz braucht welche Nutzung
- welche Wünsche haben die Besuche & die Mieter
- kann das Gebiet erweitert werden
- wie reagiert die bestehende Besucher & Mieter
- welche Bauvorschriften sind gültig
- wie sieht die Kalkulation aus
- etc.
Bei der Konzeption von Swiss Park konnten wir bereits die Erfahrungen aus den anderen Sims einsetzen und haben versucht die Bedürfnisse und Wünsche der Mieter & Besucher zu berücksichtigen.
Die wichtigsten Erkenntnisse sind:
- flaches Land ist einfacher zu bebauen und daher einfacher zu vermieten
- Strassen sind Orientierungshilfen, je schöner und detailreicher die Strassen, desto attraktiver ist das angrenzende Land
- Wasser ist beliebt. Flüsse, Bäche, Seen nehmen zwar Land weg, sind aber begehrt.
- es braucht eine oder mehrere Gemeinschaftsplätze/Treffpunkte. Das kann ein Platz (Helvetiaplatz) oder eine Attraktion (Tramolino, Hafen, etc.) sein
- es braucht grosse Parzellen, die viele Baumöglichkeiten (Prims) bieten.
- Kultur ist wichtig in der Stadt
- es braucht Mietinteressenten, bevor das Land bestellt wird
Alle diese Faktoren haben wir mit Swiss Park berücksichtigt und einen Plan erstellt.
Konkret heisst das:
- mit Itopia haben wir einen grossen Mieter für Swiss Park. Itopia hat das Zürcher Kongresshaus nachgebaut.
- die Strassen verbinden die Parzellen und führen nach Norden, Osten und Süden
- zu vermieten sind 3 Parzellen in grössen von 3800m2 bis 7800m2, was als grosse Parzellen bezeichnet werden kann und meist fü Shops genutzt werden
- In der Mitte ein Platz der als Zentrum fungiert und Platz für Sculpturen oder ähliches bietet
- ein Gemeinschaftsbereich mit einem Bereich, der noch ausgestaltet werden muss
- Wasserflächen, um den Berg und ein Bach an der Grenze zu Swiss City
Wie bei jeder Stadt gibt es eine Entwicklung und auch dieses Land wird sich verändern, wie sich auch die anderen Länder verändert haben. Vielleicht sollte ich mich mit einem Stadtplaner zusammensetzen.
Viel Spass
Pedro
Universitäten in Second Life
August 28, 2007
Mehr als die Hälfte der britischen Universitäten ist mittlerweile in Second Life engagiert. Und am Donnerstag leiten wir einen Workshop an der Retraite 2007 der HSA-Luzern. Grund genug, einige Bildungsinstitute (Universitäten, Schulen etc.) mit SL-Engagement aufzulisten (kein Anspruch auf Vollständigkeit, Ergänzungen erwünscht):
ETH Zürich
http://slurl.com/secondlife/ETH%20Zurich/128/128/0
University of Harvard
Die University of Harvard ist eine der ersten Institutionen, die sich auf dem Grid platzierten. Letztes Jahr eröffnete die Harvard Law School auf Berkman Island
http://slurl.com/secondlife/Berkman/91/56/25 oder http://slurl.com/secondlife/Berkman/105/74/35
Universität von Aviero
Die Universität von Aviero wurde im Juni als erste portugiesische SL-Uni gegründet. Das virtuelle Gebäude entstand durch die Bemühungen von fünf Technologie-Studenten
http://slurl.com/secondlife/Universidade%20de%20Aveiro/118/115/38
Rheinische Fachhochschule Köln
Die rheinische Fachhochschule Köln bietet Orientierungseinrichtungen für deutschsprachige Newbies, inklusive Fotokurse und einer bunten Einführung in das Thema geformte Prims. Studenten der Medienwissenschaft der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH) an ausgewählten Lernveranstaltungen in Second Life teilnehmen.
http://slurl.com/secondlife/Pixel%20Expo%20II/189/115/29
University of Southern Queensland: Toowoomba, Queensland, Australia
Die University of Southern Queensland ist ein PhD-Projekt der Bildungsfakultät, mit einer Online-Unterricht-Einrichtung auf der Spitze eines Berges
http://slurl.com/secondlife/Terra%20incognita/152/96/33
Ohio University: Athens, OH
Die Ohio University war eine der ersten Organisationen, die einen virtuellen Campus in SL einrichteten als Verlängerung ihres „Ohio University Without Boundaries“-Programms
http://slurl.com/secondlife/ohio%20university/20/36/24/
Universität Stuttgart, VISUS Visualisierungsinstitut der Universität Stuttgart
http://slurl.com/secondlife/Baden-Wuerttemberg/66/46/23
Universitat de Barcelona
http://slurl.com/secondlife/Novatierra/54/24/44
Aarhus Business College: Aarhus, Denmark
http://slurl.com/secondlife/Kirkby/119/26/57
Åbo Akademi University, Turku, Finland
http://slurl.com/secondlife/Eduisland%20II/142/218/22/
Audiocourses Music Production School: London, United Kingdom
http://slurl.com/secondlife/Audio/33/127/31
Australian Film TV and Radio School: Sydney, Australia
http://slurl.com/secondlife/Esperance/66/136/31
Bowling Green State University
http://slurl.com/secondlife/Bowling%20Green%20State/113/171/
Bromley College of Further and Higher Education: Greater London, United Kingdom
http://slurl.com/secondlife/Daydream%20SE%20Islands/206/40
Buena Vista University Storm Lake, IA
http://slurl.com/secondlife/Buena%20Vista/102/80/24
Drexel University: Philadelphia, PA
http://slurl.com/secondlife/Drexel/
ENST Bretagne : Telecom Bretagne France
http://slurl.com/secondlife/Telecom%20Bretagne/176/187/38
Fontys University of Applied Sciences: Netherlands
http://slurl.com/secondlife/fontys/128/110/30
Glendale Community College Glendale AZ
http://slurl.com/secondlife/GCCAz/19/222/22/
goFluent, Global solutions for learning english Anytime Anywhere :
http://slurl.com/secondlife/Education%20Island/107/193/29/
Helicon Opleidingen “Netherlands, land based studies at 11 colleges”
http://slurl.com/secondlife/Helicon%20Campus/124/114/23
Huddersfield University, West Yorkshire, UK
http://secondlifeproject.pbwiki.com/
Insead
http://slurl.com/secondlife/Freswick/234/135/45
Leeds College of Art and Design: West Yorkshire, United Kingdom
http://slurl.com/secondlife/the%20collective/128/128/100
Minnesota State Colleges and Universities:
http://slurl.com/secondlife/MNSCU/128/128/0
New York University – McGhee Division: New York, NY
http://slurl.com/secondlife/Campus/124/180/32
Northern Illinois University: DeKalb, IL
http://slurl.com/secondlife/Glidden/144/176/33
Pennsylvania State University: (Various towns), PA
http://slurl.com/secondlife/istania
San Diego State University: San Diego, Calif.
http://slurl.com/secondlife/Meadowbrook/244/59/34
Stanford University: Palo Alto, CA
http://slurl.com/secondlife/Esperance/66/136/31
Texas Wesleyan University: Fort Worth, Texas
http://slurl.com/secondlife/Immaculate/212/208/21
Thompson Rivers University: Kamloops, British Columbia, Canada
http://slurl.com/secondlife/Klaw/179/10/24/
University of Cincinnati: Cincinnati, OH
http://slurl.com/secondlife/EduIsland/173/198/22/
University of Portsmouth: Portsmouth, UK
http://slurl.com/secondlife/Teaching%202/32/60/29
University of Texas at Dallas: Richardson, Texas
http://slurl.com/secondlife/UTD%20SOM/141/70/22/
http://slurl.com/secondlife/UTD%20ArtTech%20Island/139/43/90/
http://slurl.com/secondlife/UTD%20Accessibility/128/128/101/
Vassar College: Poughkeepsie, NY
http://slurl.com/secondlife/vassar/109/114/27
Empire of Sports: Neues Online-Rollenspiel aus Zug
August 27, 2007
Gegen Ende des Jahres 2007 soll in Europa das neue Rollenspiel für Sportbegeisterte lanciert werden. Das Online-Rollenspiel «Empire of Sports» aus Zug wurde an der Game Convention vorgestellt.

Interessant: Das Spiel dreht sich nicht nur um Sport:
Wird man im virtuellen London auch shoppen können? Wird Adidas in dieser virtuellen Welt auch einen Shop eröffnen?
Wir bleiben dran. Lesen Sie in der Zwischenzeit die Artikel im heute (S. 16/17) oder bei golem.de.
P.S.: Interessant auch der Artikel «Die Welt, in der Midgard Al’ar und Voidreaver jagt» im Tagi vom 25.8.07. Er zeigt in schönen Grafiken das Potenzial und die wirtschaftliche Bedeutung von Online-Gemeinschaftsspielen. Hier als PDF.
Marktübersicht Virtuelle Welten
August 22, 2007
Second Life ist zum Synonym für Internet Hype, virtuelle Welten, 3D Internet, Metaversum, etc. geworden. Dabei sind die Konzepte von Virtueller Welten, eigentlich nichts neues. Vor 10 Jahren hiess es noch VRML (Wörml). Auch ist Second Life nicht die einzige Virtuelle Welt, die um die Gunst der User buhlt, sondern nur eine von vielen. Eine umfangreiche, aber nicht vollständige Übersicht hat der Blog Virtual World News zusammengestellt.
Kzero hat die wichtigsten Virtuellen Welten mal in einer Matrix gegenübergestellt. Die eine Achse stellt das Alter der User und die andere Achse die Freiheit des User Generierten Contents. Die meisten Virtuellen Welten sind für Teenager gebaut und erlauben wenig User Generierte Inhalte.

In der Schweiz relevant, d.h. haben mehrere tausend registrierte Benutzer, sind aktuell nur:
Aber es ist nur ein Frage der Zeit, bis die anderen Welten auch hier die kritisch Masse erreichen werden. Freuen wir uns auf There, Kaneva, Entropia Universe, Hipihi, IMVU und viele weitere.
Viel Spass im Metaversum
Pedro
Wann brauche ich einen eigene Insel (Sim)?
August 22, 2007
Da in Second Life, das Land nicht eine einzige grosse Fläche ist, sondern eine Netz aus vielen Inseln, ist der Wunsch nach einer eigenen Insel sehr gross. Der offensichtliche Vorteil einer eigenen Insel ist, dass der Besitzer alle Rechte über die gesamte Insel hat: Er kann Parzellen erstellen, den Boden formen (Terraforming), den Ort im Netz (Grid) festlegen, den Namen ändern, Zugriffe beschränken, Spielregeln defininieren und vieles mehr. Einfach gesagt, er ist Gott auf seiner Insel. Das ist sehr verlockend.
Das grösste Hindernis sind die Kosten für eine eigene Insel:
- Kauf des Sim US$ 1695.-
- monatlicher Tier (Hostinggebühren) von US$ 295.-
Die Kosten für das erste Jahr sind mit CHF 7’000.- kein Pappenstil (besonders für Private oder Kleinfirmen) und es lohnt sich gut zu überlegen, ob der Bedarf wirklich da ist.
Auch das Andocken an eine bestehende Insel ist nur möglich, wenn der Besitzer derjenigen Insel seine Zustimmung gibt. Das kann je nach Insel teuer werden. Dazu kommt noch, dass Linden Labs keine brauchbaren Rechnungen erstellt, sondern eine Notiz mit der Abbuchung der Kreditkarte vornimmt. Also müssen Inselkauf und Miete über die Spesenabrechnung abgewickelt werden.
Ich empfehle daher eine eigene Sim nur, wenn
- ich meinen Firmennamen sichern will
- der Zutritt nicht öffentlich ist
- kein Anschluss an eine Community gewünscht wird
Die Inseln kauft man im Land Store.
Die beste Alternative zum Sim Kauf ist das benötigte Land, die Insel zu mieten, weil
- ich die gleichen Rechte wie der Landbesitzer bekommen kann.
- die Kaufkosten amortisiert abbezahlt werden.
- ich direkt Anschluss an die Community des Landbesitzers erhalte.
- gegen eine Aufwandsentschädigung von 100 US$ den Namen durch den Landbesitzer ändern kann.
Aktuell belaufen sich die Kosten für die Miete eines freistehenden Sim auf etwa CHF 700 pro Monat. Bei einem Sim, welcher an eine Community angedockt ist, ist es Verhandlungssache. Die Insel Amsterdam wurde in Ebay für US$ 50’000.- versteigert, das zeigt den Wert einer Community.
Selbstverständlich vermieten wir auch Land und Inseln (Sim) auf dem Schweizer Gebiet.
Pedro
Risiken & Chancen der Freiheit in Second Life
August 16, 2007
Der Think Tank der deutschen Bank, DB Research, hat eine ausgezeichnete Beurteilung der Risiken & Chancen von Prosumer (Consumer = Producer) basierten Applikationen auf der der Grundlage von Second Life als Beispiel von Virtuellen Welten erstellt. Titel: “Damoklesschwert über der virtuellen Welt”
Ich möchte gerne ein paar Zitate daraus bringen:
Der Kunde steht in der Produktion und legt beim Design seines neuen Freizeitschuhes abschließend noch selbst Hand an: Es ist der letzte Schritt eines langen Wertschöpfungsprozesses, bei dem der Konsument sich selbst gestaltend einbringt. Diese Szene um den viel zitierten „Prosumenten“ ist keine ferne Zukunftsvision. In der virtuellen Welt, wie Second Life, ist diese Interaktion zwischen Konsument und Produzent bereits Alltag.
Eine der grössten Herausforderungen für Auftrittte in Second Life, wie kann mein Kunde auch zu meinem Geschäftspartner in Second Life werden.
Doch die virtuelle Welt beschränkt sich nicht auf das Sehen und Gesehen werden. Vielmehr stehen bei den Bewohnern das gemeinsame Erleben und die Interaktion in einem sozialen Netzwerk im Vordergrund. Durch das animierte Design haben die Interaktionen in der virtuellen Welt auch eine emotionale und gruppendynamische Komponente für den Menschen hinter dem Avatar.
Mein Avatar ist mein Alter Ego (Alternatives Ich) und die Identifikation mit meinem Avatar ist enorm gross. Der sogenannte Avatar-Effekt.
Entgegen einiger Vorurteile sind es nicht die entsozialisierten Online-Junkies, sondern die kreativen und kaufkräftigen Dreißigjährigen, die hier den Ton angeben.
Danke vielmals für diesen Satz.
Da diese Unsicherheit aber dem kreativen Freiraum geschuldet ist, gibt es sie aus systemimmanenten Gründen zuhauf in der virtuellen Welt. Speziell die Eigentumsrechte kristallisieren sich in der virtuellen Welt immer mehr als wunder Punkt heraus. Denn die Schöpfer der virtuellen Welt garantieren dem Produzenten von Gütern und Inseln nur durchsetzbare Eigentumsrechte an der gestalterischen Idee – nicht aber am virtuellen Gut oder der Insel selbst. Diese eingeschränkten Eigentumsrechte in der virtuellen Welt führen in der körperlichen Welt immer wieder zu juristischen Auseinandersetzungen. Bei diesen Auseinandersetzungen ist bislang völlig offen, ob mit den Rechtssystemen unserer körperlichen Welt überhaupt Lösungen für die komplexen Probleme der virtuellen Welt gefunden werden können.
Ein aktuelles Beispiel ist der Rechststreit zwischen Linden Labs und Herrn Marc Bragg. Linden Labs hat Marc Braggs Konto in Second Life geschlossen, weil gemäss Linden Labs Herr Bragg die Regeln verletzt hat. Auf dem Konto waren knapp 6000 US$ in Linden$. Der Prozess findet voraussichtlich gegen Ende Jahr statt. Das Urteil wird auf jeden Fall wegweisend sein.
Dieses Dilemma besteht darin, dass die virtuelle Welt zum einen eine Heimstätte für die Kreativen sein will. Zum anderen braucht die Ökonomie in der virtuellen Welt verlässliche Rahmenbedingungen, um weiter wachsen zu können. Regeln und Normen schränken aber Kreativität ein und verprellen so manchen kreativen Kopf, der eigentlich zu mehr Aktivität in der virtuellen Welt animiert werden sollte. Letztlich pendelt der klassische staatsphilosophische Streit zwischen Freiheit und Intervention wie ein Damoklesschwert über dem Lebensfaden der virtuellen Welt.
Leider nicht nur bei virtuellen Welten, sondern auf den meisten Web2.0 Plattformen, wie dieser youtube-Fallzeigt.
Ich bleibe dran
Pedro
Impressionen vom Second Life Seminar der HSA Luzern
August 15, 2007
Am 28. Juni 2007 referierten David Jeggle (avenue.de) und Christopher Meil (ideentower.de) zum Thema «Nutzung von Onlinetools im Innovationsprozess» im Rahmen des ISA-Moduls.
Hier einige Impressionen der gelungenen Veranstaltung:
Aktionärsversammlung in Second Life? Warum nicht.
August 15, 2007
Klar. Investor-Relations kann man auch in der virtuellen Welt betreiben.
Zum Beispiel mit virtuellen Aktionärsversammlungen. Seit der Einführung von Voice ist das schliesslich kein Problem mehr. Und der Vorteil gegenüber Webcasts? Alles ist räumlich: Alle anderen Aktionäre sind sichtbar, deren Stimmen variieren je nach Position im Raum und Interaktion ist möglich.
Eine deutsche Agentur bietet bereits erste SL-Services für Investor-Relations an.
Are consumers changing their media usage?
August 12, 2007
Definitely YES. Let’s look 20 years back and remember, what medias we had that time:
- 10 TV channels, almost no private channels
- a lot of young radio stations
- every region his own newspapers, a few magazines
- no Internet
Let’s look what we have today:
- over 50 TV channels, plus access to another 100s of Pay TV channels, plus a few local TV channels
- a lot of extablished radio stations, plus a never ending list of internet radio stations. You can even have your own radiostation at last.fm
- less newspapers, but more and more magazines
- and fianlly Internet is everywhere
This comparison does not show the change of media usage, but it shows the possibilities todays consumers have. Not even mentioning new things like ingame advertising in Xbox oder Playstation Games or User Generated Content in the Web as in youtube, myspace, and of course in Second Life or other virtual worlds.
Microsoft produced a lovely commercial to accentuate this topic: The Break Up between Advertiser & Consumer.
So what you should do?
It’s summertime, so get the book “Life after the 30-Second Spot” from Joseph Jaffe and enjoy reading in sunny place and think about if the advertising you are doing has a future.
Pedro
